Dichterliebe

Tekstar av Heinrich Heine til musikk av Schumann.

Are Frode Soholt 2008

 

I  
 

Im wunderschnen Monat Mai,
Als alle Knospen sprangen,
Da ist in meinem Herzen
Die Liebe aufgegangen.

Im wunderschnen Monat Mai,
Als alle Vgel sangen,
Da hab' ich ihr gestanden
Mein Sehnen und Verlangen.

I vedunderlege mnad mai,
nr alle trea str og blmar,
d kjenner eg i hjartet
ein elsk for alt det sarte.

I vedunderlege mnad mai,
nr fuglesongen rommar lufta,
d gjekk eg fram til henne,
mi lengt ho no vil kjenne.
 

  II
  Aus meinen Trnen sprieen
Viel blhende Blumen hervor,
Und meine Seufzer werden
Ein Nachtigallenchor.

Und wenn du mich lieb hast, Kindchen,
Schenk' ich dir die Blumen all',
Und vor deinem Fenster soll klingen
Das Lied der Nachtigall.
Fr mine trers kjelde
dei blmande blomar gror,
og mine klagers sukk blir
til nattergalens kor.

Og har du meg kjr, du litle
gjev eg deg ein blomehall,
og s fr ditt vindauge kling det
av Nattergalens trall.
 
  III
  Die Rose, die Lilie, die Taube, die Sonne,
Die liebt' ich einst alle in Liebeswonne.
Ich lieb' sie nicht mehr, ich liebe alleine
Die Kleine, die Feine, die Reine, die Eine;
Sie selber, aller Liebe Wonne
Ist Rose und Lilie und Taube und Sonne.
Ich liebe alleine
Die Kleine, die Feine, die Reine, die Eine
rosa og lilja og sola og svalen,
eg elska dei alle som om eg var galen.
Men no har eg endeleg funne den eine,
den fine, den reine, den litle, leine.
For ho er det som gjer meg galen
Ja rosa og lilja og sola og svalen
er henne, leine.
Den fine, den reine, den litle, den eine: leine.
 
  IV
  Wenn ich in deine Augen seh',
So schwindet [all' mein Leid]1 und Weh;
Doch wenn ich ke deinen Mund,
So werd' ich ganz und gar gesund.

Wenn ich mich lehn' an deine Brust,
Kommt's ber mich wie Himmelslust;
Doch wenn du sprichst: ich liebe dich!
So mu ich weinen bitterlich.
Nr eg i dine auge ser
akk, s svinn sorgene eg kler;
og nr eg kysser p din munn
s blir eg heil og sjelesunn.

Og nr eg kviler p ditt Bryst
s fyllast eg av himmelslyst;
men nr du syng: eg elskar deg!
d m eg grte bitterleg.
 
  V
  Ich will meine Seele tauchen
In den Kelch der Lilie hinein;
Die Lilie soll klingend hauchen
Ein Lied von der Liebsten mein.

Das Lied soll schauern und beben
Wie der Ku von ihrem Mund,
Den sie mir einst gegeben
In wunderbar ser Stund'.
Eg vil at mi sjel skal sige
mjukt i liljebegeret ned.
Og lilja skal klingande stige
som song i fr ho eg held ved.

Og songen skal skjelve og skake
som eit kyss fr hennar munn,
som eg ein gong fekk smake;
den vedunderlege ste stund.
 
VI
  Im Rhein, im heiligem Strome,
Da spiegelt sich in den Well'n
Mit seinem groen Dome
Das [groe, heil'ge Kln.

Im Dom da steht ein Bildnis,
Auf goldnem Leder gemalt;
In meines Lebens Wildnis
Hat's freundlich hineingestrahlt.

Es schweben Blumen und Eng'lein
Um unsre liebe Frau;
Die Augen, die Lippen, die Wnglein,
Die gleichen der Liebsten genau.
I Rhinens heilage straumar
vi gjenskin av byen ser:
med sine store draumar
den Kln-domen himmelen kler.

Eit bilde heng der inne,
det skin fr gyllent lr
med venleik vil det vinne
nett meg og mi rastlause ferd.

Det kretsar englar kring kvinna.
I bed av blomar ho er
med augo og munnen og kinna
ein spegel av den eg har kjr.
 
  VII
  Ich grolle nicht, und wenn das Herz auch bricht,
Ewig verlor'nes Lieb ! Ich grolle nicht.
Wie du auch strahlst in Diamantenpracht,
Es fllt kein Strahl in deines Herzens Nacht.
Das wei ich lngst.

Ich grolle nicht, und wenn das Herz auch bricht,
Ich sah dich ja im [Traum]1,
Und sah die Nacht in deines Herzens [Raum]2,
Und sah die Schlang', die dir am Herzen frit,
Ich sah, mein Lieb, wie sehr du elend bist.
Eg angrar ei, sjlv om mitt hjarte svei.
Ho er heldt kjr har eg tapt! Eg angrar ei!
Sjlv om du skin med diamantars prakt
er hjartet kaldt; du er i mrkrets makt.
Det veit eg no.

Eg angrar ei, sjlv om mitt hjarte svei.
Eg sg deg klrt i draumen
ditt hjarterom blei svart av flaumen
og eg sg slangen som har freista deg,
eg sg, min kjrast, kvar du har tatt veg.
 
  Syklusen har 16 songar, men alle er ikkje ferdig omsett.